Information für Referenten zur Klärung möglicher Urheberrechte Dritter für die Vortragsunterlagen

Die Live Vorträge der DGKFO werden 24 Stunden nach der Präsentation in der Online-Mediathek zur Verfügung gestellt.

Zur korrekten Absicherung gegen etwaige Urheberrechte bitten wir Sie, folgende Punkte im Rahmen Ihrer Folien für Ihren Vortrag bzw. Ihr Poster zu berücksichtigen oder im Einzelfall zu klären:

Korrektes Zitieren von Quellen aus Fachbüchern / wissenschaftlichen Publikationen

  • Wörtliche Übernahme aus fremden Publikationen ist zulässig, wenn sie zur Erläuterung der eigenen Inhalte beiträgt (Beleg- und Erörterungsfunktion).
  • Für die Übernahme von Abbildungen/Darstellungen/Grafiken/Diagrammen aus Fachpublikationen gilt Entsprechendes.
  • Bei der Zitierung in den für die Öffentlichkeit bestimmten Präsentationsunterlagen sowie -folien ist stets eine Quellenangabe zu versehen.
  • Eine Quellenangabe ist bei der Zitierung durch die reine Wiedergabe in Reden und Vorträgen regelmäßig nicht zwingend erforderlich.
  • Die Übernahme und Verwendung von Erkenntnissen, Theorien und Gedanken ist dagegen urheberrechtlich irrelevant.
  • Wird auf fremde Theorien und Aussagen aufgebaut, werden diese weiterentwickelt, verschärft, umformuliert oder mit anderen Theorien verknüpft, so handelt es sich um eine freie Benutzung.

Kopieren von Abbildungen / eigenständige Bearbeitung

  • Für das Kopieren von Abbildungen aus Fachpublikationen gelten die Regeln der Zitierung, sie sind in deren Rahmen zulässig (Quellenangabe zu beachten!)
  • Änderungen an den Kopien sind insoweit erlaubt, als dass etwa nur Ausschnitte gezeigt werden oder etwas weggelassen wird, Formatierungen oder andere geringfügige gestalterische Veränderungen vorgenommen werden (auch dann muss noch die Quelle angegeben werden).
  • Werden die in den Abbildungen verkörperten Daten als Erkenntnisse nur verwendet, um eine eigene individuelle und eigentümliche Abbildung (Fortentwicklung / Weiterentwicklung) als selbstständiges wissenschaftliches Werk zu schaffen (also als bloße Anregung), dann handelt es sich um eine freie Benutzung und nicht um eine Zitierung (es wird keine Quellenangabe benötigt).

Umgang mit Patientendaten

Patientendaten stellen Privatgeheimnisse dar, die insbesondere von Berufsgeheimnisträgern gewahrt bleiben müssen. Geheimzuhaltende Tatsachen wie auch die Person des Betroffenen dürfen nicht ohne dessen Einwilligung bzw. das Einverständnis weitergeleitet werden. Andernfalls kann sich der Geheimnisträger strafbar machen (§ 203 StGB).

Bei Anonymisierung von Patientendaten ergeben sich dagegen weder strafrechtliche noch datenschutzrechtliche Konsequenzen, weil es an der Personenbezogenheit fehlt. Die Veröffentlichung der Forschungsergebnisse ist datenschutzrechtlich unproblematisch, wenn ein Bezug zu den Personen, deren Daten für das Forschungsergebnis ausgewertet wurden, nicht mehr herstellbar ist (Fall der Anonymisierung und Pseudonymsierung von personenbezogenen Daten).

Es ist somit darauf zu achten, dass zur Darstellung verwendete Patientendaten keine Rückschlüsse auf eine konkrete Person ermöglichen.

Umgang mit Forschungsergebnissen, die im Namen einer Institution erarbeitet wurden

Es empfiehlt sich im Falle weisungsgebundener Forschung, erarbeitete Werke (spezielle Darstellungen und Abbildungen) nicht zu veröffentlichen und zu verwenden, ohne dies mit dem Arbeitgeber/Dienstherren vorher abzuklären.

Dagegen ist es allgemein – bei Fehlen anderweitiger allgemeiner Vereinbarungen – unschädlich,
Erkenntnisse und Ergebnisse der Forschungen in eigenen Werken zu verwenden und zu verarbeiten.
Hochschullehrer, Professoren, Gast- und Honorarprofessoren sind privilegiert. Sie können alle Werke, die sie sich im Rahmen ihrer Arbeit bei Institutionen erarbeitet haben, veröffentlichen und verwenden. Für unabhängige, keiner Weisung unterliegende Forscher gilt das ebenfalls.

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